organisiert von: l&n
Location: Schillerplatz, 1010 Wien, dann Schwarzenbergplatz

Schulschließung verhindern! Regierungswillkür in Bayern stoppen! Die Demokratische Bildung verteidigen: Solidaritätsdemo für Sudbury Schule Ammersee

Die bayerische Landesregierung will die Sudbury Schule Ammersee schließen. Seit zwei Jahren wird dort demokratische Bildung gelebt. Das bedeutet einerseits, dass Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden dürfen was, wann, wie, wo und mit wem sie lernen wollen. Andererseits, dass alle Schüler_innen und Mitarbeiter_innen gleichberechtigt über die Angelegenheiten der Schule ent- scheiden, also über die Schulregeln, Projekte, Personal und und und. Die Schule am Ammersee ist die erste und einzige dieser Art in Bayern. Im September gab es bereits eine Demo der Schulgemeinschaft vor dem bayerischen Kultusministerium in München gegen die Schließung. Am 10. November wird die Schule wieder auf die Straße gehen: Zum selben Zeitpunkt wird es deshalb auch international Solidaritäts-Aktionen geben! Wir solidarisieren uns mit der Sudbury Schule Ammersee und finden die Politik der bayrischen Landesregierung untragbar. Wir gehen am 10. November ebenso auf die Straße, um Druck aus dem Ausland aufzubauen. Wir wollen dem Repräsentanten des Freistaats Bayern in Wien Herrn Thomas Gindele eine Protestnote übergeben! Grundrechtsverletzungen waren noch nie schnieke, wenn man im Ausland zwecks Wirtschafts- interessen ein gutes Bild abegeben will! Wir fordern das Recht auf freie und demokratische Bildung für alle, gegen ein autoritäres Schulsystem, gegen eine autoritäre Gesellschaft! Wir wollen eine Gesellschaft, in der Kinder sich ihren Ort zum Lernen selbst aussuchen können! Eine Gesellschaft, in der liebevolle und schöne Schulen Platz haben!

DONNERSTAG, 10. November
15:00 Uhr am Schillerplatz

Bildungskritische Freigeister! Schülis, Freilerner, Omis, >Problemkinder<, Papis, revolutionäre Lehrerinnen, >Schulversagerinnen< und an demokratischer Bildung Interessierte; kommt zahlreich mit Freundinnen und Freunden!

Momentane Situation: Die Schule ist offiziell nicht geöffnet, einige der Schülis besuchen nun andere Schulen, andere weigern sich dieser Pflicht nachzukommen. Nachmittags trifft sich die Schulgemeinschaft dennoch weiterhin, abends findet regelmäßig eine Mahnwache am Feuer statt. Die Mitarbeiter_innen sind gekündigt, arbeiten jedoch weiter in der Schule und für die Wiedereröffnung. Gegen die Regierungsentscheidung ist Widerspruch eingelegt, es kommt zu einem gerichtlichen Verfahren, wann ist unklar. Ende November entscheidet sich, ob die Schule zumindest bis zum Hauptverfahren geöffnet sein darf. Das ist ein wichtiges Etappenziel, um der auseinandergerissenen Schulgemeinschaft wieder ein Stück Alltag zu geben. Die Leute von der Schule sind empört, wütend, traurig, und bereit für ihre Schule zu kämpfen! Infos vom der Schule direkt unter: www.sudbury-muenchen.de