organisiert von: KSŠŠD
Location: Mondscheingasse 11, 1070 Wien
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Vor hundert Jahren implodierte das Habsburger-Reich. Aus seiner Erbmasse entstand am 12. November 1918 die Republik Deutsch-Österreich. Gleichzeitig mit der Proklamation der Republik erklärte der neue Staat seinen Anschluss an Deutschland, was umgehend am Veto der Siegermächte des Ersten Weltkrieges scheiterte. Dennoch blieb das Konzept einer eigenständigen österreichischen Nation während der Ersten Republik eine vornehmlich von katholischen Intellektuellen getragene Außenseiterposition. Erst der Austrofaschismus und die oppositionelle KPÖ griffen die Idee in den 1930er Jahren auf und entwarfen die Grundlinien eines Nationalismus, der spätestens seit den 1970ern von einer breiten Mehrheit der ÖsterreicherInnen getragen wird. Der Vortrag des Politologen und Historikers Florian Wenninger beleuchtet die Entstehungsgeschichte des österreichischen Nationalgedankens und setzt sich mit dessen Kernelementen auseinander.

zeitdiebin – linker und radikaler Kalender für Wien