organisiert von: May-Day 2018
Location: Praterstern
Url: https://www.mayday.jetzt/

MAYDAY MAYDAY


Nach einem Jahr Pause wird es wieder MAYDAY durch die Straßen Wiens schallen.

Wir sind #prekär. Doch diese Regierung hat es weiter auf uns abgesehen. In Oberösterreich lässt sich ablesen wie vielleicht bald in ganz Österreich mit progressiven Vereinen umgegangen wird. maiz / FIFTITU% und ARGE SIE wurden 100% der Fördermittel entzogen (1). Förderungen gibt es bald nur noch für Lederhosen, Männerbünde und Volksmusik.

Der Teil des Regierungsprogramms, das sich mit den Rechten von Mieter_innen auseinandersetzt, wurde direkt von einer Immobilien Lobby Organisation abgeschrieben (2). Wenn wir uns die Miete nicht leisten können dann sollen wir halt Wohnungen kaufen. Oder mehr Arbeiten – das ginge gut mit einer Arbeitszeitverlängerung. Und wer dann arbeitslos ist, wird “selbst schuld” sein und soll die Gelder gestrichen bekommen.

Und überhaupt – Hetze gäbe es ja von “vielen Seiten” und nicht ein Anstieg an antisemitischen, antimuslimischen, rechtsextremen und generell rassistischen Handlungen ist das Problem – wir müssen dringen über #reichenhetze (3) reden.

Ein schlanker menschenverachtender Staat will: abschieben, kürzen, privatisieren, rauchen, ausschließen, grenzen schließen, fingerabdrücke, ins binäre zwängen, hetzen, schweigen, Macht ergreifen. Betrieben von einer xenophoben, anti-feministischen, rassistischen, neoliberalen und rechtsextremen Regierung, die es auf unsere Körper unsere Daten und allgemein auf alle abgesehen hat die weniger haben und nicht den neoliberalen Normbild der Geilomobil-Gesellschaft entsprechen.

Herzlich Willkommen in Wien 2018 /////// daher werden wir werden lautstark durch die Stadt demonstrieren – die MAYDAY Parade zeigt unsichere Lebensumstände auf und macht soziale Kämpfe von unten sichtbar. Wir zeigen alternativen und Zugänge für ein solidarisches miteinander auf.

Gemeinsam gegen Kapitalismus, Patriarchat – für eine emanzipatorische Gesellschaft frei von Unterdrückung – für ein Gutes Leben für alle.

1.Mai - unser Tag!

Der 1. Mai ist in Wien seit 1890 Kampf- und Festtag. In seiner über hundertjährigen Geschichte zeigen sich viele verschiedene Formen des Feierns und des Protests. Die Kultur des 1. Mai ist ein Spiegel der Zeit und ihrer dringendsten Anliegen. Seit 2005 wird in diesem Sinne auch der Mayday in Wien begangen, mit selbstorganisierten Paraden vor dem Hintergrund einer neoliberalen Gesellschaft und ihrer unsicheren, prekären Arbeitsverhältnissen.

Das Anliegen den Arbeitstag zu verkürzen, war von Anfang an eng mit der Geschichte des 1. Mai verbunden. So lautete die erste Forderung „8–8–8“: acht Stunden Arbeit, acht Stunden Schlaf, acht Stunden Erholung. Neue Zeiten – neuer Mut! Digitalisierung und Automatisierung bieten konkrete Chancen zur Entlastung und damit zur Verkürzung der Arbeitszeit. Warum sollten wir nicht alle vom technologischen Fortschritt profitieren?

12–8–4

Zwölf Stunden Freizeit

Acht Stunden Schlaf

Vier Stunden Arbeit

(1) siehe http://frauenlandretten.at/ (2) siehe http://urbanizm.net/ (3) siehe https://twitter.com/search?q=%23reichenhetze&src=typd

zeitdiebin – linker und radikaler Kalender für Wien