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Die Existenz und Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung Rumäniens und ihrer anarchistischen und syndikalistischen Strömung ist heute recht unbekannt. Dabei gehörten Syndikalisten und Anarchisten mit ihren Methoden der direkten Aktion zu den bekanntesten Köpfen im Land. Der revolutionäre Syndikalist und Anarchist Ștefan Gheorghiu (1879-1914) war schon zu Lebzeiten eine Ikone der Arbeiterbewegung Rumä-niens. Im Ausland nahezu unbekannt und von den Sozialdemokraten und Parteikommunisten Rumäniens entstellt und vereinnahmt, geht es im Vortrag um ein unverfälschtes Bild des rastlosen Agitators und Arbeiters, den der repressive Staat ermorden wollte. An seinem Leben und Kampf können beispielhaft die Unterschiede zwischen föderalistischer und zentralistischer Organisierung, zwischen politisch-ideologischer Taktiererei sozialdemokratischer und marxistischer Kräfte und revolutionärem Wollen und Kampf aufgezeigt werden – sowohl bei Streiks, bei Solidaritätsaktionen und Kampagnen gegen Kriege und den Nationalismus.

Wer sich für die Geschichte der Arbeiterbewegung Rumäniens, für Anarchismus und Syndikalismus interessiert, sollte diese Veranstaltung nicht versäumen.

Martin Veith ist Arbeiter, Buchautor und forscht zur Geschichte des Anarchismus und Syndikalismus in Rumänien. Er ist aktiv im Institut für Syndikalismusforschung und Redakteur der „BUNĂ“ – Zeitschrift für Befreiung und Emanzipation – nicht nur in Rumänien. 2015 erschien seine Studie „Militant! Stefan Gheorghiu und die revolutionäre Arbeiterbewegung Rumäniens“.

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