Location: Theater Nestroyhof – Hamakom, Nestroyplatz 1 1020 Wien
Url: https://www.hamakom.at

Programmübersicht: 1. Dezember „Im Augenblick“ mit Nataša Mirković und Michel Godard 2. Dezember Scheiny’s All Star Yiddish Revue 7. Dezember Premiere von „DIBBUK“ 8. Dezember „In eigener Sache“ von und mit Frederic Lion 13. Dezember „Relocated“ – Nabil and Friends 15. Dezember Peter Ponger – Solopiano 22. Dezember SOLO-GEMEINSAM mit Tahereh Nourani und Jelena Popržan

Samstag, 1. Dezember: „Im Augenblick“ Nataša Mirković (Stimme) // Michel Godard (Serpent) Michel Godard und Nataša Mirković verbindet eine tiefe Liebe für Musik unterschiedlicher Richtungen. Angefangen bei Klassik und Jazz über Weltmusik und Folklore. Seit 2016 kollaborieren die beiden in verschiedenen Projekten, begegnen sich in verschiedenen musikalischen Welten und im „Jetzt“ der Improvisation. Sephardische Lieder, Eigenkompositionen und vor allem die Begegnung zweier grandioser Musiker_innen im Augenblick erwartet das Publikum.

Sonntag, 2. Dezember: Scheiny’s All Star Yiddish Revue Zu Chanukka Beginn bietet der beseelt, freche Swing authentisch, jüdischer Musik in „Scheiny’s All Star Yiddish Revue“ dem Publikum ein unterhaltsames Repertoire aus traditionellen jiddischen Liedern, eine Prise modernem Klezmer, jüdischem Swing aus den 40ern, 50ern und 60ern und nicht zuletzt Shtikeln aus dem "Borsht Belt" sowie der berühmten Musik- und Comedy- Tradition der "jüdischen Alpen", den Catskill Mountains in Upstate New York. Eine Achterbahnfahrt zwischen Wehmut und Ironie, zwischen Belz, dem Borsht Belt und darüber hinaus. Deborah „Scheiny“ Gzesh – Gesang Martina Cizek – Saxophone Muamer Budimlić – Akkordeon W.V. Wizlsperger – Bass Paul Skrepek - Schlagzeug

DIBBUK Premiere: 7. Dezember 2018, 20 Uhr 9., 12., 14., 16. und 19. – 21. Dezember 2018, jeweils ab 20 Uhr Eine Stückentwicklung von Milena Michalek zum Motiv des Dibbuk aus der jüdischen Mystik. Ein lustvoller Abend zwischen Lyrik und Schamanismus, Freud und Ginsberg, Esoterik und Totentanz. Der Dibbuk ist in der jüdischen Mystik der Geist eines Toten, der sich an einen Lebenden heftet und durch ihn spricht. In dem Erfolgsstück des späten 19. Jahrhundert "Der Dibbuk" von An-Ski stirbt Chanan, weil die ihm eigentlich versprochene Lea an einen anderen verheiratet wird. Daraufhin fährt er als Dibbuk in Leas Körper ein und spricht durch sie. In der neuen Stückentwicklung „DIBBUK“ wollen wir den Fragen nachgehen, welche Geister uns heute heimsuchen, wo sie sich eingenistet haben und vor allem welchen Umgang man mit ihnen finden kann. Ein Abend der jüdische Mystik, Popkultur und Postmoderne verbindet, um dem Dilemma einer stagnierten Gegenwart zu entkommen. Mit: Katharina Knap (Schauspiel) und Ingrid Schmoliner (Musik/Klavier) Regie: Milena Michalek Dramaturgie: Patrick Rothkegel

Samstag, 8. Dezember: „In eigener Sache“ Lecture Performance von und mit Frederic Lion Eine Erinnerung an die „jüdischen Künstlerspiele“ im Nestroyhof 1927 – 1938 „Das jüdische Theater soll ein Spiegel des jüdischen Lebens unserer Zeit sein. Es soll durch künstlerische Leistungen Argumente der Gegner des Judentums entkräften und ihre Grausamkeiten aufzeigen“, meinte Jakob Goldfliess, Prinzipal der Truppe „jüdische Künstlerspiele“ 1937, ein Jahr vor dem Anschluss. Die „jüdischen Künstlerspiele“ waren eines von sechs jüdischen Theatern, welche um die Jahrhundertwende in Wien existierten und den Nestroyhof elf Jahre mit einem literarisch anspruchsvollen Programm kontinuierlich bespielten. Stücke von Arnold Zweig sowie Ernst Toller und Strindberg in jiddischer Sprache, aber auch Revuen von Abisch Meisels, die sich mit den drängenden Fragen einer schon damals entrechteten jüdischen Bevölkerung und der zionistischen Hoffnung auseinandersetzten, standen auf dem Spielplan. Was ist mit den Schauspieler_innen und Künstler_innen geschehen, die bis kurz vor dem geistigen und kulturellen Zusammenbruch unter den größten Schwierigkeiten mit Mut und Hingabe im Nestroyhof Theater spielten und Teil der kulturellen Identität dieser Stadt waren?

Dienstag, 13. Dezember: „Relocated“ – Nabil and Friends Ein Projekt des österreichisch-ägyptischen Musikers und Autors Alfred Goubran Coverversionen und Neuvertonungen von Blues Standards wie „Delia“ oder „Ragged and Dirty“ und Balladen, darunter Bob Dylans „Senor“, „North Country Blues“ und „When The Ship Comes In“ oder Jaques Brels „The Port of Amsterdam“. „Relocated“ – Nabil and Friends wurde im September 2018 veröffentlicht.

Donnerstag, 15. Dezember: Peter Ponger – Solopiano Peter Ponger studierte and der Juilliard School in New York und am Konservatorium Wien. Er erhielt den Theodor-Körner-Preis für Komposition, spielte unter anderem Konzerte mit Steve Grossmann, Triluk Gurtu, Jeff Berlin, Alphonze Mouzon und Wynton Marsalis. Er komponierte die Musik für mehrere Filme, unter anderem für „Gebürtig" von Robert Schindel oder „Himmel unter Steinen" von Peter Patzak.

Samstag, 22. Dezember: SOLO-GEMEINSAM Tahereh Nourani // Jelena Popržan Zwei großartige Musikerinnen präsentieren sich alleine gemeinsam begegnend.

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