organisiert von: Memory Gaps ::: Erinnerungslücken
Location: Ruth-Maier-Promenade, 1220 Wien
Url: https://www.memorygaps.eu/

Anstelle der Schriftstellerinnen Adele Jellinek und Ruth Maier, die Opfer der NS-Diktatur wurden, sind nach den Schriftstellern Franz Nabl und Richard Billinger, die sich mit dem NS-Regime bestens arrangierten, heute noch Straßen benannt.

Anstelle der Malerinnen Helene Taussig und Malva Schalek, die in den NS-Vernichtungslagern getötet wurden, sind nach dem Kunsthistoriker Julius Schlosser, der bereits seit den 1920er Jahren durch großdeutsche Gesinnung hervortrat, und nach Josef Thorak, NSDAP-Mitglied und ein Lieblingsbildhauer Adolf Hitlers, nach wie vor Straßen in Wien bzw. Salzburg benannt. Die im Arkadenhof der Universität Wien platzierte Büste Julius Schlossers stammt gleichfalls vom Bildhauer und Günstling Hitlers, Josef Thorak.

Anstelle der Grafikerin und Innenarchitektin Friedl Dicker-Brandeis, die im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde, ist nach dem Maler und Designer Carl Auböck, der sich mit dem NS-Regime arrangierte, heute noch eine Straße in Wien benannt.

zeitdiebin – linker und radikaler Kalender für Wien