organisiert von: Internationale Politik - Universität Wien // Akademie der bildenden Künste Wien
Location: Akademie der bildenden Künste, Aula (A1.4.10), Augasse 2-6, 1090 Wien
Url: https://www.facebook.com/events/767839576924487/

Aktuelle Theorien der Politik und des Politischen, insbesondere solche, die für sich selbst einen kritischen Standpunkt in Anspruch nehmen, basieren in ihrer großen Mehrzahl auf einer ‚antagonistischen Sozialontologie‘, für die Antagonismen und Konflikte die Basis alles Sozialen bilden und für die die sozialen Kämpfe der paradigmatische Ort und Konstitutionsgrund des Politischen schlechthin sind. Demgegenüber möchte der Vortrag eine relationistische Sozialontologie skizzieren, der zufolge nicht der Streit, sondern das gemeinsame (durchaus konflikthafte) Gestalten den Konstitutionsgrund des Politischen darstellt. Der Vortrag entwickelt die These, dass sich Gemeinwohl, auf welches politischer Streit fokussiert, konsistent nur als eine bestimmte Form der Beziehung, nämlich als dreidimensionales Resonanzverhältnis denken lässt, das sich erst im und durch den demokratischen Prozess zu realisieren vermag.

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