organisiert von: assoziation panda – Verein zur Förderung des kritischen literarischen Diskurses
Location: Buchhandlung & Café Librería Utopía ★ radical bookstore vienna, 15., Preysinggasse 26-28
Url: https://www.facebook.com/events/279279199645544/

Ergänzend zu seinem Projekt einer Restitution der (im Laufe ihrer Rezeptionsgeschichte vielfach revidierten) Psychoanalyse gibt Helmut Dahmer in diesem Band eine detaillierte Darstellung der Deutungen und Verwendungsweisen der Freudschen Theorie in den Schriften Horkheimers und Adornos. Weiterhin wird das eigentümliche Verhältnis der Begründer der „Frankfurter Schule“ und Walter Benjamins zu den marxistisch-antistalinistischen Autoren und Gruppierungen ihrer Zeit – vor allem zu ihrem Emigrations- und Soziologen-Kollegen Trotzki, dessen Schriften sie kannten, vorsichtshalber aber öffentlich nie erwähnten – präzise herausgearbeitet.

Helmut Dahmer studierte Soziologie und Philosophie bei Helmuth Plessner, Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas. In den Jahren 1968–1992 redigierte er die psychoanalytische Monatszeitschrift "Psyche". 1984 gehörte er zum Gründungsbeirat des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Von 1974 bis 2002 lehrte er Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt. Er ist Herausgeber einer deutschsprachigen, kommentierten Edition von Schriften Leo Trotzkis, von der bisher sieben Bände erschienen sind. Seit 2002 lebt er als freier Publizist in Wien. Zu seinen Werken zählen unter anderem "Die unnatürliche Wissenschaft. Soziologische Freud-Lektüren" (2. Auflage 2019), sowie "Pseudonatur und Kritik. Freud, Marx und die Gegenwart" (2013).

Gabriella Hauch ist Historikerin und Professorin für Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte. Hauch schloss ihr Studium an der Universität Salzburg mit einer Magisterarbeit in Philologie über die Schriftstellerin Irmgard Keun und in Geschichte mit einer Arbeit über Frauen in der Revolution 1848 ab. Anlässlich "100 Jahre Frauenwahlrecht" ist derzeit eine von Gabriella Hauch mit initiierte und konzipierte Ausstellung im Wiener Volkskundemuseum zu sehen. Die Sonderausstellung "Sie meinen es politisch" ist noch bis zum 25. August 2019 zu besichten: https://www.volkskundemuseum.at/frauenwahlrecht

Karl Fallend lehrt Sozialpsychologie am August-Aichhorn-Institut der FH Joanneum Graz und arbeitet als freiberuflicher Wissenschaftler in Wien. Er ist Mitherausgeber des "Werkblatt – Zeitschrift für Psychoanalyse und Gesellschaftskritik". 2016 erschien im Löcker Verlag sein Werk "Unbewusste Zeitgeschichte. Psychoanalyse – Nationalsozialismus – Folgen".

Link zum Buch: https://www.dampfboot-verlag.de/shop/artikel/freud-trotzki-und-der-horkheimer-kreis

Die Veranstaltung ist kostenlos und wird von assoziation panda – Verein zur Förderung des kritischen literarischen Diskurses mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Rudolfsheim-Fünfhaus organisiert.

zeitdiebin – linker und radikaler Kalender für Wien