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Tetrao Tetrix

Gaudenz Badrutt – Elektronik (Biel/Bienne) Jean-Luc Guionnet – Altsaxophon (Paris) Frantz Loriot – Bratsche (Zürich)

Tetrao Tetrix erschafft in ihren Konzerten wahrhaftige Klangskulpturen – dafür sind die durchaus unterschiedlichen Ansätze vom Zürcher Bratschisten Frantz Loriot, dem Bieler Elektronikmusiker Gaudenz Badrutt und dem französischen Altsaxophonisten, Elektroniker und Organisten Jean-Luc Guionnet wie gemacht füreinander. Anfang März 2025 erschien ihre erste CD unter dem Titel Nyctalopia. “Comme le mot nyctalope dit, en français, la capacité de voir la nuit, alors que le mot nyctalop dit en anglais l’incapacité de le faire, faux amis à la perfection : ce qui fait notre musique. Peut-on savoir sans savoir que l’on sait ? Musique faite de faux-amis.” Jean-Luc Guionnet, Liner notes

Das Trio Tetrao Tetrix, bestehend aus Gaudenz Badrutt, Jean-Luc Guionnet und Frantz Loriot, traf sich zum ersten Mal im Dezember 2018 im Rahmen der Bieler Veranstaltungsreihe Joyful Noise (organisiert von Hans Koch und Martin Schütz). Sehr schnell einigten sich die drei auf ein formales und klangliches Verständnis, was dem Trio einen besonderen, spezifischen Klang verleiht. Verschiedene Aesthetiken von Jazz, elektroakustischer Musik bis hin zu zeitgenössischer Musik werden miteinander 2 verbunden, miteinander verflechtet. Das Trio setzte seine musikalische Arbeit im Jahr 2020 fort: erfreulicherweise konnte das Trio im Februar 2020 für eine dreitägige Residenz im Kulturraum Les Instants Chavirés in Montreuil bei Paris zusammenkommen, einer Hochburg für experimentelle Jazzmusik. Das Trio konnte dort seine klangliche und musikalische Identität finden. Das Konzert war eines der letzten stattgefundenen Konzerte vor der Pandemie. Diese blockierte anschliessend die Arbeit des Trios für mehr als zwei Jahre, bis das Trio im September 2022 endlich die Gelegenheit hatte, sich für einige Konzerte in der Schweiz in Biel/Bienne und Zürich zusammenzufinden, gefolgt von einer Tour im März 2023 (Frankreich / Schweiz) und einer Tour im März 2025 in Osteuropa. Im März 2025 erschien auch die CD Nyctalopia. Aus künstlerisch-musikalischer Sicht geht es im Trio Tetrao Tetrix um Affinität. Es geht um ein Dreieck, bestehend aus zwei verschiedenartigen Altstimmen – die eine gekennzeichnet von Saiten, Holz und Pferdehaaren, die andere von Metall, Schilf, Leder und Kunststoff – und einer dritte Stimme – die letzte Ecke des Dreiecks, hauptsächlich Elektronen und Membranen. Es geht um Unendlichkeit, aber wir sind zu dritt. Wahlverwandtschaften & elektrische Affinitäten. Extreme. Spannung. Absicht, ohne Zeichnung. Reibung, Blasen und Membranen. Alles durchsetzt von wahrscheinlichen Stillen. Und mindestens einmal – ein Maximum, ohne vorheriges Verbot. Wahrscheinlich, zumindest. Es gibt auch Lärm. Es ist eine dreiecksförmige Klangskulptur.