Manifest für einen egalitären Universalismus | Buchpräsentation & Diskussion
Der Kapitalismus verwüstet den Planeten und unterdrückt die Menschen, verursacht ökologische Katastrophen und soziale Ungerechtigkeiten. Überall gewinnen neue Formen des Faschismus an Boden. Der Imperialismus ist entfesselt und gipfelt in der Vernichtung Gazas. All dies sind radikale Herausforderungen, auch für Christ*innen.
„Der christliche Glaube wird auf der Seite der Revolution der Liebe und Gerechtigkeit stehen oder er wird nicht sein.“, schreibt die französische Gruppe Anastasis in ihrem Manifest. Das Kollektiv Anastasis wendet sich gegen ein Christentum, das sich in der Buntscheckigkeit des Kapitalismus Nischen sucht und sich mit Leichtfüßigkeit in banaler Spiritualität versenkt oder sich in den in den Fundamentalismus rettet. Sie stehen für ein Aufbegehren gegen die Banalisierung und die Rechtsentwicklungen von Kirche und Katholizismus und fordern einen antikapitalistischen Katholizismus!
Anastasis besteht auf einem universalistischen Verständnis des christlichen Glaubens, in dem Spaltungen zwischen Staaten und die Herrschaft von Klassen, Race und Geschlechtern überwunden sind. Ein solcher Kosmopolitismus und Universalismus wird nicht als Nivellierung der Differenzen verstanden, sondern eben als die Ermöglichung der Einheit der Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit. Auferstehung und Aufstand finden sich nicht nur in diesem Manifest wieder, sondern auch in der Praxis dieser Gruppe auf der Straße und in den Banlieus.
„Die Bedrängnis des Evangeliums. Manifest für einen egalitären Universalismus als Alternative zur kapitalistischen Globalisierung“, verfasst vom französischen Kollektiv Anastasis, in deutschsprachiger Übersetzung vom Institut für Theologie und Politik (www.itpol.de).
Das Institut für Theologie und Politik aus Münster, das sich seit drei Jahrzehnten mit Politischer Theologie und Befreiungstheologie beschäftigt, versteht sich als Reflexions- und Praxisort an der internationalistischen Schnittstelle mit Sozialen Bewegungen. Die Frage nach der Möglichkeit eines Abbruchs der Unterdrückungsgeschichte steht hier im Zentrum.
Eine Veranstaltung von “assoziation panda – Verein zur Förderung des kritischen literarischen Diskurses”. Eintritt frei. Spendenempfehlung 5 EUR. Wir danken dem Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus für die freundliche Unterstützung!