đ¨Vortrag mit Veronika Kracher wegen Krankheit abgesagtđ¨ [ANTIFA & MĂNNLICHKEIT] Itâs not just boysâ fun? Zum Geschlechterverhältnis innerhalb der radikalen Linken von 1968 bis heute
Wir mßssen den Vortrag mit Veronika Kracher zu linker Männlichkeit, der heute am 28.04. im NIG stattgefunden hätte, leider krankheitsbedingt absagen. Wir werden versuchen so bald wie mÜglich einen Ersatztermin zu finden, um die Veranstaltung nachzuholen.
Beginn des Vortrags um 19:00 Uhr
Gerade in der linksradikalen Szene kommt Kritik an Männlichkeit oft viel zu kurz. Zwar wird viel der Antifeminismus der Rechten kritisiert, viele cis Männer nennen sich Feministen, verwenden die richtigen Begriffe und haben vielleicht schon mal einen Workshop zu kritischer Männlichkeit besucht. Eine konsequente Auseinandersetzung mit der eigenen Männlichkeit und der Männlichkeit der eigenen Bros findet dabei aber so gut wie nicht statt. ZurĂźck bleiben frustrierte FLINTAs, die mit ihrer Kritik gegen eine Wand laufen und an Täterarbeit verzweifeln. Gleichzeitig steht Antifa immer noch in Verbindung mit einem militant-mackrigen Männerbild und der entsprechenden Ăsthetik, welche auf Social Media gefeiert und verbreitet werden.
Um uns (selbst-)kritisch mit Männlichkeit in der radikalen Linken auseinanderzusetzen, veranstalten wir gemeinsam mit der Institutsgruppe Politikwissenschaft (IG PoWI) zwei Vorträge zu diesem Thema:
Itâs not just boysâ fun? Zum Geschlechterverhältnis innerhalb der radikalen Linken von 1968 bis heute
Linksradikale Gruppen und Organisationen betrachten sich selbst häufig als Pionier:innen zu einer Gesellschaft, die den Kapitalismus Ăźberwunden hat. Wenn es jedoch um eine Kritik an den Geschlechterverhältnissen geht oder darum, die eigene geschlechtsspezifische Sozialisation zu hinterfragen, scheinen zahlreiche Genossen Ăźberfordert. Cisgeschlechtliche Männer in der radikalen Linken scheitern regelmäĂig daran, ihre eigene affekthafte Abwehr weiblich konnotierter Aspekte und Aufgaben, zu reflektieren. Aus einem Unwillen, sich grundlegend mit der eigenen Reproduktion von Sexismus, Weiblichkeitsabwehr oder Ăźbergriffigem Verhalten zu befassen, verschieben cis Männer die Verantwortung fĂźr profeministische Selbstkritik entweder auf ihre Genossinnen, verweigern diese grundsätzlich, oder besuchen gĂśnnerhaft einen Workshop zu âkritischer Männlichkeitâ, um sich anschlieĂend gegen jede feministische Kritik gefeit zu sehen. FLINTA aus der Linken, vor allem wenn sie eine gewisse Ăśffentliche Sichtbarkeit haben, mĂźssen hingegen als Projektionsfläche fĂźr gleichzeitig (trans)misogyne Abwertung und StrafbedĂźrfnisse herhalten, oder an sie wird eine projektiv aufgeladene Anspruchshaltung als vermeintliche Stellvertreter:in fĂźr queere und feministische Kämpfe herangetragen â bei NichterfĂźllung erfolgt Sanktion. Kurz: Immer wieder mĂźssen also feministische Kämpfe nicht nur gegen die herrschenden Verhältnisse, sondern auch gegen Widerstand aus den eigenen Reihen gefĂźhrt werden.
In diesem Vortrag analysiert die Autorin Veronika Kracher die historische und ideengeschichtliche Entwicklung von feministischen Kämpfen innerhalb der radikalen Linken â gerade gegen Genossen aus den eigenen Reihen, spricht darĂźber wie sich feministische Kritik und Praxis in den letzten 50 Jahren entwickelt und verändert hat, und versucht auch anhand eigener Erfahrungen, die WidersprĂźchlichkeiten derselben zu diskutieren.
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