Podiumsdiskussion: Öl, Extraktivismus und die Klimakrise - Aktivismus in Zeiten von shrinking spaces
Zurzeit baut die ugandische Regierung mit internationalen Ölkonzernen wie Total Energies mit Hochdruck an über 400 Ölbrunnen und der längsten beheizten Ölpipeline der Welt, der East African Crude Oil Pipeline (EACOP). Als Motor für wirtschaftliche Entwicklung beworben, sorgte das fossile Großprojekt jedoch bereits für zahlreiche unzulässige Landenteignungen und die Zerstörung der Lebensgrundlagen vieler Anwohner:innen, Repressionen gegen Kritiker:innen, Zerstörung sensibler Ökosysteme und massive soziale, ökonomische und psychische Langzeitfolgen für lokale Gemeinschaften. Gleichzeitig regt sich seit Jahren ziviler Widerstand gegen die East African Crude Oil Pipeline , von den betroffenen Gemeinden vor Ort bis zu internationalen aktivistischen Netzwerken.
Gemeinsam mit Menschenrechtsaktivist*innen möchten wir diskutieren, welche Folgen unternehmerische Interessen europäischer Konzerne auf Mensch, Umwelt und Klima in Uganda haben, welche Strategien sie in Zeiten von wachsender Autokratie und shrinking civil spaces entwickelt haben, die Notwendigkeit von transnationaler Solidarität, und welche Rolle Österreich spielen kann.
PODIUM
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Liste Janepher Baitwamasa: ist Menschenrechtsverteidigerin und Programmkoordinatorin der Organisation Navigators of Development Association (NAVODA) in Hoima.
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Christopher Opio: ist Aktivist und lebt im Resettlement Camp Kyakaboga. Dort leitet er die Oil Refinery Residents Association (ORRA) und hat die Jugendorganisation NatureTalk Africa (NaTa) gegründet, er ist außerdem aktiv im #StopEACOP Bündnis.
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Nicholas Omonuk: ist Klimaaktivist und Gründer von End Fossil Occupy Uganda. Er ist Mitglied bei Netzwerken wie Agape Earth Coalition, Fridays for Future, United for Climate Justice.
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Fatim Selina Diaby: ist freie Autor:in, Poet:in und in der politischen Bildung. Als Teil mehrerer Kollektive organisiert und engagiert Fatim sich an der Schnittstelle von Gesundheit, Klima und racial Gerechtigkeit.
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Moderation: Iris Neuberg: ist Stage Poetin und schafft Räume für kontroverse, aber konstruktive Dialoge – besonders zu (Anti-Schwarzem) Rassismus, intersektionalem Feminismus und sozialer Gerechtigkeit.