"Wer haftet für Hunger?" Workshop zum Menschenrecht auf Nahrung im globalen Kontext
Globale Krisen treffen nicht alle gleich – sie verschärfen die Ungleichheiten im Ernährungssystem weltweit. Hunger wird zunehmend als Kriegswaffe eingesetzt und auch in Österreich nimmt Ernährungsarmut zu. Das Recht auf Nahrung, das seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Völkerrecht verankert ist, bleibt daher von zentraler Bedeutung. Im Menschenrechtsdiskurs werden wirtschaftliche und soziale Rechte jedoch oft nicht gleichwertig behandelt.
Nach einem inhaltlichen Input wollen wir uns gemeinsam in Kleingruppen mit der Bedeutung und Durchsetzung des Rechts auf Nahrung und sozialer Menschenrechte für eine gesellschaftliche Transformation auseinandersetzen und anhand konkreter Fallbeispiele im globalen Kontext die Weiterentwicklung menschenrechtlicher Instrumente und Unterstützung von Betroffenen diskutieren: Warum müssen wir die Hierarchisierung von wirtschaftlichen und sozialen Rechten überwinden, um aktuelle Krisen gerecht zu bewältigen und gesellschaftliche Transformation zu ermöglichen? Was können wir dabei vom Recht auf Nahrung lernen?
Workshophaltende: Angelina Reif (Vorstandsmitglied FIAN Österreich, Juristin), Lisa Schrammel (Vorstandsmitglied FIAN Österreich, Juristin mit Schwerpunkt Antidiskriminierung) und Agnes Sieben (Bildungsreferentin FIAN Österreich).
FIAN ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich für das Recht auf Nahrung und angemessene Ernährung einsetzt. In Österreich engagiert sich FIAN seit 1989 für eine gerechte Transformation des Agrar- und Ernährungssystems, deckt soziale Ungerechtigkeiten im globalen Lebensmittelsystem auf, unterstützt Betroffene von Menschenrechtsverletzungen und setzt sich durch Lobbyarbeit sowie menschenrechtsbasierte Bildungsformate ein.