organisiert von: SOS Balkanroute
Location: FAKtory, Universitätsstraße 9, 1010 Wien
Url: https://veranstaltung.akwien.at/de/realitaet-trotz-illegalitaet

Während Kriege und Krisen global zunehmen, sind immer mehr Menschen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und sich auf die Flucht in ein sicheres Land zu begeben. Doch auch nach Verlassen akuter Kriegsgebiete gibt es noch keine Sicherheit – denn Fluchtrouten sind lebensgefährlich und fordern jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Opfer. Die Situation an den EU-Außengrenzen ist kein Naturgesetz, sondern wird politisch erzeugt und zivilgesellschaftliche Akteur:innen stehen dagegen auf: Vorbereitend auf den Weltflüchtlingstag am 20. Juni besprechen wir Realitäten, Perspektiven und Utopien zum Thema Flucht und Migration: Aktivist:innen der SOS Balkanroute geben Einblick in ihre Arbeit. Gemeinsam mit der Juristin Marina Kaspar vom Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien diskutieren wir die Rolle der EU und nehmen eine rechtliche Einordnung von Flucht und der Illegalität von Pushbacks vor.

Referent*innen sind: Marina Kaspar, wissenschaftliche Koordinatorin des Vienna Centre for Migration & Law (VCML) und Universitätsassistentin (post doc) bei Prof. Anuscheh Farahat am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.

Ibrahim Rasool, er erzählt wie der Alltag von Geflüchteten auf der Balkanroute aussieht und wie real und gewaltvoll Pushbacks sind. Während seinen sieben Jahren auf der Flucht aus Afghanistan musste Ibrahim 51 Pushbacks erleben. Heute hat er Asyl in Österreich bekommen und arbeitet als FIFA-Schiedsrichter.

Pero Rosandić, er berichtet von seiner Arbeit in Bosnien mit der SOS Balkanroute. NGOs wie die SOS Balkanroute wirken den Missständen an den EU-Grenzune entgegen. Sie leisten humanitäre Hilfe vor Ort und versorgen Geflüchtete mit Sachspenden aus Österreich, medizinischer Versorgung und Essen.