Kritik der Arbeit
„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Darauf können sich Sozialdemokraten, Leninisten, Liberale, Konservative, Nazis und Geistliche einigen. Genauso wie heute, war diese Losung schon in biblischen Zeiten Ausdruck einer auf der Aneignung von Arbeit basierenden Gesellschaft. Doch auch wenn früher und heute Arbeit eine gesellschaftliche Notwendigkeit darstellt, gibt es einen wesentlichen Unterschied, der den Kapitalismus von früheren Gesellschaftsformationen abhebt: Arbeit wird als reiner Selbstzweck fetischisiert. Insofern hat das obenstehende Motto im Kapitalismus seine volle Entfaltung gefunden und ist ebenso absurd wie unhinterfragbar geworden.
Im Workshop setzen wir uns mit den Logiken hinter dem kapitalistischen Arbeitszwang auseinander und betrachten, wie er sexistische, rassistische, antisemitische und behindertenfeindliche Ressentiments hervorbringt. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit euch!