„Wie viel Heimat braucht der Mensch?“.
Nach dem “Anschluss” am 12. März 1938 wurde Wien zur Modellstadt für die systematische Vertreibung der Jüdinnen und Juden. In kürzester Zeit wurde die drittgrößte jüdische Gemeinde Europas durch Emigration, Deportation und Ermordung nahezu ausgelöscht. Jüdische Wiener:innen fanden Zuflucht in der ganzen Welt und mussten ihr Leben in der Fremde mühsam neu aufbauen. Die Allermeisten kehrten niemals nach Wien zurück. Die Stadt, die sie vertrieben hatte, war nicht mehr ihre Heimat. Der geführte Ausstellungsbesuch erzählt die Lebensgeschichten dieser Wiener:innen und beleuchtet damit die vielschichtigen Dimensionen von Heimatverlust und Exil.
Max Volgger hat Zeitgeschichte und Medien, und Judaistik studiert. Er ist im Verein GEDENKDIENST aktiv, war am New Yorker Leo Baeck Institut tätig und arbeitet als Kulturvermittler im Jüdischen Museum der Stadt Wien.