Buchvorstellung & Diskussion 'Land und Freiheit' 🌾
Früher bedeutete der Besitz von Land Freiheit und Existenzsicherheit. Unser Freiheitsverständnis hat sich jedoch gewandelt: Wir wollen von anstrengender und reproduktiver Tätigkeit befreit sein, meist durch technologische Hilfsmittel oder die Auslagerung in den Niedriglohnsektor. Doch dieses Freiheitsverständnis, so Berlan, entstammt historisch der bürgerlichen Ideologie. Es hat sich mittlerweile tief in die moderne Gesellschaft eingeschrieben und hindert uns daran, vom herrschenden System unabhängige Formen der Existenz anzustreben. In seinem Buch ruft Aurélien Berlan daher dazu auf, kollektive Autonomie zu einer politischen Praxis zu machen und so der vermeintlichen Alternativlosigkeit entgegenzutreten.
Aurélien Berlan ist Philosoph und lebt auf einem landwirtschaftlichen Hofkollektiv. Neben seiner Arbeit als Übersetzer und in der Lehre, war er auch in der Groupe Marcuse, der ZAD (zone à défendre)-Bewegung sowie bei Soulevement de la Terre (Aufstand der Erde) aktiv.
Am 28.10. wird Aurélien Berlan mit uns über sein Buch und über den Aufbau von Autonomie & Subsistenz als Teil einer revolutionären Strategie diskutieren. Beginn ist 18 Uhr im Mala Zêrîn, Goldschlagstraße 99, 1150 Wien. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit RiseUp und dem Mandelbaum Verlag organisiert.