Kundgebung zum Arbeitskampf mit der Diakonie
Das WAS empfiehlt: Beginn der Reformation
Aufruf zur Kundgebung vor dem evangelischen Gottesdienst mit der Bischöfin
Zu unserem großen Bedauern will die Diakonie in unserem Arbeitskampf weiterhin nicht mit der Gewerkschaft sprechen. So hat uns auch die Bischöfin Frau Dr.in Richter vor kurzem endgültig informiert, daß die Diakonie nicht in der Zuständigkeit der Evangelischen Kirche liege. Das mag formalrechtlich der Autonomie der Diakonie entsprechen, ist aber nichts anderes als die Prolongierung der kompletten Kommunikationsverweigerung. Insbesondere nachdem uns die Frau Bischöfin vor dem Ostergottesdienst gesagt hat, daß sie sich gewünscht hätte, daß wir sie vorab kontaktiert hätten, …
Anscheinend hat man darauf gehofft, daß ,wenn unsere Kollegin und Genossin nicht mehr bei der Diakonie beschäftigt ist, alles im Sande verlaufen wird.
Daher müssen wir klar machen: Falsch gedacht! Die Verfehlungen der Diakonie waren derart grundsätzlich, daß wir uns teilweise ins 19. Jahrhundert zurückversetzt gefühlt haben. Wir fassen nochmals kurz zusammen: Ankündigung des Wunsches einer Entlassung wegen Unterstützung einer Kollegin, dann Ankündigung einer Kündigung, dann monatelang keine Kündigung, dann nachdem unsere Genossin in der Abteilung bekannt gegeben hat, ihre KollegInnen weiterhin zuunterstützen, Aushändigung einer rückdatierten(!) Kündigung. Dann Verwarnung wegen Auslegens von WAS-Flugzetteln (neben den immer schon ausgelegten externen politischen Flugzetteln), inkl. falscher strafrechtlicher Unterstellungen, dann Druckausübung mit einer der besten Arbeitsrechtskanzleien der Stadt, … und all dies mit kompletter Kommunikationsverweigerung aller Geschäftsführungsebenen mit dem WAS.
So wird es nicht gehen. Wir werden weiterhin die Basis, die Gemeinden und damit das Fundament der Diakonie darüber informieren, daß die Leitung der Diakonie sich falsch, unethisch und rechtlich extrem fragwürdig verhält. Speziell da die Diakonie ihr Image einer Guten NGO – angeblich gewerkschaftsfreundlich und mit dem Slogan „aufeinander zugehen“ – wie eine katholische Monstranz vor sich herträgt! Alle Gespräche, die wir mit der Basis bisher geführt haben, haben uns beigepflichtet, daß es so nicht sein kann, und das keine adäquate Strategie der Diakonie ist.
Diesen Samstag werden wir der Bischöfin nochmals in Erinnerung rufen, daß solche grundsätzlichen antigewerkschaftlichen Handlungen nicht einfach verschwinden werden. Der evangelische Gottesdienst am Reformationstag, vor dem wir demonstrieren werden, wird auch im ORF live übertragen!
Der Evangelischen Kirche empfehlen wir dringend den Beginn einer Reformation! Eine entsprechende Fehlerkultur, Zurücknahme der antigewerkschaftlichen Handlungen und ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Umgang mit lohnabhängigen ArbeiterInnen. Denn sonst vernichtet man nicht nur das positive Image nachhaltig, sondern stellt sich in eine Reihe mit den grausigsten antigewerkschaftlichen AusbeuterInnen, die unsere Gesellschaft sonst so aufzubieten hat.